Auf dem Wasser gehen - lavieannerose
Auf dem Wasser gehen

Im Matthäusevangelium Kap. 14 sagt Petrus zu Jesus:

"Herr, wenn Du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme." Jesus sagte: "Komm!" Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: "Herr, rette mich!" Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?”

Der geliebte Mensch als Ziel vor Augen, das trägt wie ein Wunder über das Wasser. Die Gefahren sind gleichgültig, denn sie halten einen nicht auf, so sehr ist man von der Liebe getragen. Weil der geliebte Mensch sagt: "Komm!", gibt es nur dieses Eine, alle Energien sind darauf gerichtet, und man kann (im übertragenen Sinn) übers Wasser gehen.

Es sind Energien wirksam, wie bei einem Kind, das aus der Ferne sieht, wie die Mutter oder der Vater die Arme weit öffnet, Komm in meine Arme! Und das Kind läuft wie der Wind. Wunder werden möglich, ungeahnte und überraschende Kräfte tragen einen. Liebende bewegen sich traumtänzerisch, Engel tragen sie.

Doch Petrus erfährt hier eine Selbstunterbrechung seines Liebes-Flows. Glücklicherweise greift Jesus im richtigen Moment seine Hand.

Einige Sekunden jedoch war Petrus über das Wasser gelaufen. Eine kurze und intensive Erfahrung, was möglich ist im Bereich der Liebesenergie des Gottesreiches.

Annerose DeCruyenaere